Album-Tipps

01.03.2019
JENS BUCHERT
Exoplanet

Exoplanet, das neue Album von Jens Buchert, verlässt wieder die musikalischen Weiten unseres auralen Sonnensystems. Zwischen Ethereal Techno, Ambient, Retro Electronica, Progressive House und Chillhouse lässt sich sein szeneprägender Stil einfach nicht wirklich einordnen. Schon der Opener Exoplanet schiebt einem die Synapsen zurecht nach vorne und weist dem Listener den Kurs zu einem farbenprächtigen Klang-Universum bestehend aus Synthesizer-Legenden wie ARP2600, Minimoog, Synclavier, Korg MS20, Oberheim OB-8 und ein paar geheimen Klangzutaten.Die ausgefeilten, komplexen Beats um die 120bpm sind uplifting und clubtauglich - aber nicht zu dominant oder abgedroschen (Worldrone | Arcticon). Kribbelnde, markante analoge Synthesizer-Arpeggios (Darksteps), weite, wärmende 3D-Flächensounds (Icelander), pulsierende, homogene Klangstrukturen und symbiotische Harmonien (Skyflow) ziehen einen in den Bann. Ein retrospektiver, perfektionierter Analogsound lässt sich auch deutlich erkennen wie bei Wavefields oder Cyclesphere. Exoplanet von Jens Buchert steckt die musikalischen Grenzen der elektronischen Musik wieder deutlich außerhalb des Mainstreams ab. Ein erfrischendes Album für die Szene und darüber hinaus. Es macht Spaß, den Klanghorizont zu erweitern. Spock würde sagen: Faszinierend.

    

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